MSG steigt in die Pfalzliga auf

 

 

Die MSG hatte am vergangenen Sonntag die Chance, ihre überragende Saison in der Verbandsliga durch einen Sieg bei der TSG Friesenheim III zu krönen und bereits fünf Spieltage vor dem Saisonende in die Pfalzliga aufzusteigen. Mit den erfahrenen Vorderpfälzern wartete jedoch ein starker Kontrahent, die Truppe um André Rebholz stand vor der Partie auf dem 6. Tabellenplatz und ist zudem die einzige Mannschaft, die die Rot-Weißen in der laufenden Pflichtspielsaison schlagen konnte, als sie das Pokalfinale im heimischen Sportzentrum mit 25:23 für sich entscheiden konnte.

Die Barbarossastädter gingen leicht ersatzgeschwächt in die Partie, Trainer Mirko Schwarz musste neben dem langzeitverletzten Mohamed Samet auch auf David Jeske, Christoph Krick und Keeper Timo Neumann verzichten. Für Neumann rückte Patrick Webel, der normalerweise für die 2. oder 3. Mannschaft aufläuft, in den Kader.

In der Anfangsphase entwickelte sich, wie erwartet, ein Spiel auf Augenhöhe. Die MSG drückte ordentlich auf das Tempo und wollte die Friesenheimer, die es im Angriff gewohnt gemächlich angingen, in eigener Halle überrennen. Das schnelle Spiel funktionierte zu Beginn zwar, allerdings wurden zu viele freie Chancen, vor allem von den Außenpositionen, vergeben.

TSG-Akteur Felix Markus erzielte in der 10. Spielminute das 5:4 für die Heim-Sieben, die MSG drehte die Partie jedoch mit einem 6:2-Lauf, abgeschlossen von Kreisläufer Daniel Martin in der 23. Minute zum 10:7 aus ihrer Sicht. Die Vorderpfälzer ließen sich jedoch nicht abschütteln und erzielten den Anschlusstreffer zum 10:9 durch einen schönen Kempa-Trick von Rebholz auf Linksaußen Sven Danielowitz.

Danach wurde es erstmals hektisch, Kapitän und Abwehrchef Thomas Keilhauer sah für eine vergleichsweise harmlose Aktion eine Zwei-Minuten-Strafe und da er sich zu lautstark bei Schiedsrichter Opitz beschwerte, folgte direkt noch eine. Danny Bernhardt konnte für die TSG daraufhin zum 10:10 und danach auch zum 11:11 ausgleichen, Rechtsaußen Dennis Reis besorgte per Doppelschlag die 13:11-Pausenführung für die MSG.

Zu Beginn der zweiten Hälfte konnte sich die Schwarz-Sieben etwas absetzen. Neuzugang Robert Popielarski konnte in einer nun immer hitziger werdenden Partie in der 36. Minute zunächst seinen Premierentreffer im MSG-Dress zum 17:14 erzielen, wenig später steuerte er auch den Treffer zum 20:16 bei.
Die von Nickeligkeiten auf beiden Seiten geprägte Partie fand dann in der 41. Minute ihren vorläufigen Höhepunkt: Torwart Knut Huber wollte den Ball nach einer Parade retten, trat aus seinem Torraum heraus und traf Gegenspieler Sven Adlfinger, der darauf nicht besonders amüsiert reagierte. Beide sahen die Rote Karte, sowie auch TSG-Coach Burim Muhaxheri, der sich über die Aktion von Huber lautstark aufregte.

Für Knut Huber kam nun tatsächlich Patrick Webel, der wie bereits erwähnt normalerweise gar nicht in der 1. Mannschaft spielt, in den Kasten – und in den letzten 20 Minuten sollte seine große Stunde schlagen.
Die MSG stand in der Folge in der Abwehr deutlich besser, zeigte eine tolle Beinarbeit und war aggressiv im Eins-gegen-Eins-Verhalten, zusätzlich wurden viele Bälle aus dem Rückraum geblockt. Und wenn doch ein Wurf an der massiven 6:0-Deckung vorbeikam, stand da Patrick Webel im Tor, der die Friesenheimer mit seinem teilweise unorthodoxen Tormann-Spiel immer wieder zur Verzweiflung verbrachte, einige Bälle parieren konnte und zudem mit zwei Gegenstoß-Pässen auf sich aufmerksam machte.

Im Angriff agierten die Schützlinge von Mirko Schwarz nun äußerst clever und konnten sich Tor um Tor absetzen. Der eingewechselte Kevin Merkel traf in der 54. Minute zum 28:19, die Partie war somit entschieden. Linksaußen Eugen Kamyschnikow traf kurz vor Schluss zum verdienten 31:22-Endstand, der Rest war riesengroßer Jubel. Ausgelassen feierten die Kaiserslauterer noch auf dem Feld und dann später in der Kabine des TSG-Sportzentrums.

Bereits fünf Spieltage vor Schluss bei einem sensationellen Punktekonto von 34:0 ist den Rot-Weißen der Aufstieg in die Pfalzliga nun endgültig nicht mehr zu nehmen.

 

Es spielten:

Huber, Webel (Tor)

Bechtel (10/5), Reis (5), Martin (5), Rösler (5), Popielarski (2), Blauth (2), Kamyschnikow (1), Merkel (1), Keilhauer, Kötz, Zimmer

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