Klare Angelegenheit gegen den TV Wörth II

 

Am vergangenen Wochenende kam mit dem TV Wörth II eine Mannschaft nach Kaiserslautern, die sich zurzeit in den unteren Gefilden der Tabelle aufhält und gegen den Abstieg kämpft. Dass die Mannschaft von Andre Wahl und Uwe Beyerle diesem Kampf aber gewachsen ist, zeigte sie unter anderem durch gute Ergebnisse in den letzten Wochen. Mit Norman Schmalz reiste zudem der torgefährlichste Spieler der Verbandsliga an.

Bei der MSG, die auf David Jeske, Robert Popielarski und auf den Langzeitverletzten Mohamed Samet verzichten musste, herrscht derzeit eine andere Grundstimmung: seit Wochen und Monaten dominieren die Westpfälzer die Verbandsliga nach Belieben, 30:0 Punkte hatten sie vor der Partie auf dem Konto. Beeindruckend ist dabei vor allem die Konstanz und die Art und Weise, wie die MSG keinen Gegner, egal auf welchem Tabellenplatz dieser sich befindet, auf die leichte Schulter nimmt.

Auch gegen den TV Wörth II gingen die Lauterer wieder hochmotiviert in die Partie, Kreisläufer Daniel Martin traf im ersten Angriff nach Zuspiel von Nils Bechtel zum 1:0. Der Tabellenzehnte konnte aber zumindest in der frühen Anfangsphase noch mithalten und ging in der 5. Minute durch einen satten Schlagwurf von Norman Schmalz sogar mit 2:1 in Führung.

Die Spielanlage der MSG im Angriff konnte sich durchaus sehen lassen, einzig vergaß man, sich dafür zu belohnen – reihenweise freie Torchancen wurden zu Beginn vergeben.

In der Folge wirkte das Team von Mirko Schwarz allerdings konzentrierter und schloss vor dem gegnerischen Tor konsequenter ab. Nils Bechtel schraubte die Führung nach der Hälfte des ersten Durchgangs per Siebenmeter erstmals auf fünf Tore hoch. Die Wörther wollten sich jedoch nicht so richtig abschütteln lassen und hielten dagegen, besonders Norman Schmalz stemmte sich mit seinen sechs Treffern (davon vier Siebenmeter) in der ersten Halbzeit gegen die drohende Niederlage.

Den Schlusspunkt der ersten Halbzeit setzte Linksaußen Eugen Kamyschnikow, der mit dem Halbzeitpfiff die 18:12-Führung besiegelte.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs merkte man MSG-Coach Schwarz und seinen Spielern an, dass sie trotz einer passablen ersten Hälfte mit ihrer Leistung nicht zu 100 Prozent zufrieden waren und den zahlreichen Zuschauern im Schulzentrum Nord ein wenig mehr liefern wollten.

Dieses Vorhaben wurde prompt in die Tat umgesetzt. Aus einer nun aggressiveren und beweglicheren Abwehr heraus lief die MSG Gegenstoß um Gegenstoß und zog somit immer weiter davon. Gegen sich nun aufgebende Wörther rannten die Rot-Weißen ohne Gegenwehr, teilweise zu fünft, auf den gegnerischen Tormann zu. Der starke Kamyschnikow traf in der 46. Minute zum 30:16 und beendete damit einen 12:4-Lauf, die Messe war längst gelesen.

Mirko Schwarz nutzte diese Gelegenheit, um jedem Akteur ausreichend Spielzeit zu geben. Auch dies tat dem MSG-Spiel keinen Abbruch, souverän beendeten die Barbarossastädter die Partie gegen den Tabellenzehnten mit 37:22. Ein Sieg am Sonntag in Friesenheim käme somit dem Aufstieg in die Pfalzliga gleich.

Die Abwehr zeigte sich gegen den TVW in der ersten Hälfte teilweise etwas unkonzentriert, was im zweiten Durchgang jedoch besser wurde. Knut Huber und Timo Neumann teilten sich die Spielzeit im Tor und zeigten beide eine gute Leistung. Im Angriff war wie immer auf die beiden Rückraum-Torjäger Nils Bechtel und Nicolas Rösler Verlass, Daniel Martin zeigte am Kreis eine bärenstarke Partie. Auch Eugen Kamyschnikow und Christoph Krick, der in der zweiten Halbzeit hauptsächlich auf der für ihn ungewohnten halbrechten Rückraumposition agierte, verdienten sich gute Noten.

 

Es spielten:

Huber, Neumann (Tor)

Bechtel (8/3), Martin (7), Kamyschnikow (6), Rösler (5), Blauth (3), Keilhauer (2), Krick (2), Merkel (2), Kötz (1), Zimmer (1), Reis

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