?rgerliche Niederlage beim Tabellenzweiten

 

Am vergangenen Sonntag musste die MSG zum Tabellenzweiten, dem TuS Heiligenstein, reisen. Der TuS war vor dem Spieltag punktgleich mit dem Spitzenreiter, dem TV Ruchheim und dem Tabellendritten, der HR G?llheim-Eisenberg. Gegen beide Mannschaften hatte die MSG im Hinrundenverlauf knapp verloren.

Verletzungsbedingt verzichten musste MSG-Trainer Mirko Schwarz auf Thomas Keilhauer, der sich beim souver?nen 29:21-Sieg am vergangenen Wochenende gegen die HSG Lingenfeld-Schwegenheim eine Fu?prellung zuzog. Mit Keilhauer, der schon nach wenigen Minuten das Aufw?rmen abbrechen musste, fehlte nicht nur der umsichtige Abwehrchef, sondern auch der etatm??ige Spielgestalter der Lauterer Spielgemeinschaft. Weiterhin fehlte zudem Rechtsau?en Christoph Krick (Adduktoren).

Trotzdem nahm sich die MSG einiges f?r die Partie in der Rhein-Pfalz-Halle vor.

Das 0:1 aus Sicht der Schwarz-Sieben von Nico Fohs, der insgesamt sechs Treffer erzielte, glich Kapit?n Nils Bechtel prompt mit einem fulminanten Wurf aus dem R?ckraum aus. Es war zun?chst ein Spiel auf recht hohem Niveau, in welchem der aufgrund der Tabellensituation im Vorfeld favorisierte TuS ganz leichte Vorteile hatte.

Nach knapp sieben gespielten Minuten erzielte der gro?gewachsene Sven Hoffmann das 3:6 aus dem rechten R?ckraum, wobei der Mittelblock der MSG in der Fr?hphase der Partie einfach zu passiv war.

In der Folge k?mpfte sich die MSG jedoch wieder heran und bot eine ansprechende Leistung auf Augenh?he. Tormann Knut Huber parierte einige B?lle, die Abwehr war pr?sent und im Angriff lief der Ball schnell und pr?zise. Oft wurde der freie Kreisl?ufer Daniel Martin, der insgesamt sechs Tore warf und etliche Siebenmeter herausholte, gefunden. Dass sich Nils Bechtel kurz vor Ende der 1. Halbzeit beim Stand von 14:14 ein Wortgefecht mit dem entt?uschenden Philipp Just, der f?r den Tus nur zweimal erfolgreich war, lieferte, war ein Symbol f?r die in der Hinrunde teilweise vermisste Galligkeit, die in Heiligenstein jedoch f?r jedermann zu erkennen war.

Eugen Kamyschnikow traf wenige Sekunden vor der Pause in ?berzahl von linksau?en und brachte die Rot-Wei?en mit 16:14 in F?hrung, alles in allem war es eine ?berzeugende erste Halbzeit der Spieler von Mirko Schwarz.

In der zweiten H?lfte sah man zu Beginn ein ?hnliches Bild. Man sah eine k?rperlich starke, aggressive und spielstarke MSG ? im Gegensatz zum ersten Durchgang belohnte sie sich jedoch nicht mehr f?r ihren couragierten Auftritt und lie? zahlreiche gut herausgespielte und klare Torchancen aus, was der Ausl?ser daf?r war, dass der TuS Heiligenstein zur?ck in die Partie fand.

Sven Hoffmann erzielte das 18:19 aus Sicht der MSG per Siebenmeter in der 41. Minute. Kurz darauf sah MSG-Rechtsau?en Dennis Reis beim Stand von 18:20 aufgrund eines Foulspiels eine glatte Rote Karte.

Der TuS stand nun kompakter in der Defensive und kam ?ber sein schnelles Umschaltspiel zu leichten Toren. Angetrieben von ihrem lautstarken, frenetischen und teilweise sehr provozierenden und? unfairen Publikum spielten sich die Heiligensteiner kurzzeitig in einen Rausch und zeigten, warum sie zurecht zum Spitzentrio der Verbandsliga geh?ren. Aron Repp sorgte mit dem 20:25 f?r die Vorentscheidung der Partie.

Am Ende konnte die MSG noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, mehr als eine aufgrund der zweiten Halbzeit verdiente 26:28-Niederlage sprang aber nicht mehr heraus.

Das Spiel gegen den Tabellenzweiten zeigte wieder einmal, dass bei der MSG zur Zeit ein kleines bisschen fehlt, um eine absolute Spitzenmannschaft der Verbandsliga zu sein. Es fehlt jedoch nicht viel und es ist sichtbar, dass die Mannschaft das Konzept vom neuen Trainer Mirko Schwarz, der vor der Saison von den VT Zweibr?cken aus der Oberliga RPS gekommen war, langsam verinnerlicht. Die junge Mannschaft befindet sich auf dem richtigen Weg.

 

Es spielten:

Knut Huber, Timo Neumann (Tor)

Nils Bechtel (11/8), Daniel Martin (6), Dennis Reis (3), Eugen Kamyschnikow (2), Daniel Kettering (2), Nicolas R?sler (1), Marc Zimmer (1), S?nke Schilling, Mohamed Samet, Tim Bechtel

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