Derbysieg gegen Nordpfälzer Wölfe zum Jahresauftakt

 

Am vergangenen Samstag startete die MSG um Trainer Mirko Schwarz das Handballjahr 2017 mit einem Derby gegen die HR Göllheim-Eisenberg. Das Team von Trainerfuchs Johannes Finck spielte trotz Personalproblemen eine starke Hinrunde und belegte vor dem Spieltag punktgleich mit dem Spitzenreiter TV Ruchheim (18:4 Punkte) den zweiten Tabellenplatz der Verbandsliga.

Die MSG hingegen fand sich nach einer durchwachsenen Hinrunde auf Rang sieben wieder. Das Hinspiel gegen die Nordpfälzer Wölfe verlor man knapp mit 20:22.

Auf Seiten der Kaiserslauterer Spielgemeinschaft feierte Thomas Keilhauer nach mehrwöchiger Verletzungspause sein Comeback, verzichten musste Schwarz allerdings auf Mohamed Samet (Muskelfaserriss), sowie auf Tormann Knut Huber und auf Dennis Kettering (beide krank). Auch die HR plagten jedoch, wie bereits in der ganzen Hinrunde, Personalsorgen.

Die Anfangsphase der Partie war eindeutig durch die beiden Torhüter bestimmt. Sowohl Timo Neumann, als auch der 19-jährige HR-Keeper Michael Hoppe, der auf dem Zettel einiger Ober- und Drittligisten steht, hielten ihre Kästen durch teilweise spektakuläre Paraden sauber. Erst nach vier gespielten Minuten netzte MSG-Kapitän zur 1:0-Führung, der junge Nicolas Rösler traf wenig später nach einer starken Eins-gegen-Eins-Situation zum 2:1, welches die Wölfe ihrerseits in Person von Jonas Bald postwendend ausgleichen konnten.

In der Folge zeigte die Schwarz-Sieben, im Vorfeld der Partie von Abteilungsleiter Gerhard Hirsch in der Tageszeitung „Rheinpfalz“ aufgrund der wechselhaften Auftritte in der Hinrunde passenderweise als „launische Diva“ bezeichnet, ihr gutes Gesicht. Eine sehr gut eingestellte Abwehr mit einem sehr guten Timo Neumann dahinter, ein schneller und zielsicherer Angriff und ein hohes Maß an Emotionen waren der Grund dafür, dass es nach 19 gespielten Minuten und einem Tor von Nils Bechtel 10:4 für die Rot-Weißen stand.

Die MSG spielte in dieser Phase auf sehr hohem Niveau, besonders die Abwehr um Abwehrchef Thomas Keilhauer war vollends auf der Höhe des Geschehens und ließ die Angriffsreihe der HR um den starken Moritz Happersberger ein ums andere Mal verzweifeln. Fünf Minuten vor der Pause erzielte Dennis Reis die 13:8-Führung aus dem Rückraum, die Mannschaft von Mirko Schwarz schien den Gegner völlig im Griff zu haben. Aus dem Nichts kam jedoch ein Bruch ins Spiel der heimischen Spielgemeinschaft, den die Wölfe nutzten, um die Partie wieder offen zu gestalten. Happersberger traf innerhalb von 90 Sekunden drei Mal in Folge, in die Halbzeit ging die MSG mit einer knappen 14:12-Führung, die den Verlauf der 1. Halbzeit eigentlich nicht korrekt widerspiegelt.

Der zweite Durchgang begann wie der erste: mit einem Tor von Nils Bechtel. Die MSG konnte sich zunächst nicht wirklich absetzen, die Mannschaft aus Göllheim/Eisenberg wehrte sich mit allen Mitteln und ließ sich nicht abschütteln.

Selbst als Nils Bechtel nach 42 Spielminuten zum 20:15 traf, gab die Mannschaft von Johannes Finck nicht auf und kämpfte sich erneut heran. Als der sprunggewaltige Happersberger, an diesem Tag auch aufgrund seiner sieben Tore eindeutig bester Göllheimer, sieben Minuten vor Spielende per Gegenstoß sogar zum 23:22 aus Sicht der Kaiserslauterer traf, drohte das Spiel zu kippen. Anders als in einigen vorherigen Partien verlor die junge Truppe aus der Barbarossastadt aber dieses Mal nicht den Kopf und kam durch den alles überragenden Nils Bechtel zum 24:22, kurz darauf durch den starken Kreisläufer Daniel Martin zum 25:22. Die HR versuchte zwar noch einmal alles, konnte den verdienten Heimsieg der aufopferungsvoll kämpfenden Mannschaft von Mirko Schwarz jedoch nicht mehr verhindern.

Nicolas Rösler setzte mit dem 27:24 den Schlusspunkt eines tollen Handballspiels.

Vor allem Kapitän Nils Bechtel ging mit seiner ganzen Klasse voran, erzielte selbst 14 Tore und bediente auch Kreisläufer Daniel Martin, der ebenfalls eine gute Vorstellung zeigte und seinen persönlichen Aufwärtstrend der letzten Wochen bestätigte, des Öfteren.

Auch Rechtsaußen Dennis Reis zeigte im Angriff, sowie in der Abwehr, eine seiner besten Saisonleistungen und hatte am Ende neben fünf Treffern auch einige gelungene Defensivaktionen und Ballgewinne zu verbuchen.

Die Partie stand unter einer sehr guten Leistung des jungen Schiedsrichters Marco Wittemann.

 

Es spielten:

Timo Neumann, Dominik Forster (im Tor)

Nils Bechtel (14/2), Dennis Reis (5), Daniel Martin (4), Nicolas Rösler (3), Tim Bechtel (1), Thomas Keilhauer, Christoph Krick, Eugen Kamyschnikow, Marc Zimmer, Dominik Blauth, Daniel Kettering

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