Nachtrag zum 8. Spieltag: MSG Lambsheim-Frankenthal – MSG Kaiserslautern II

In Frankenthal hatte die MSG Kaiserslautern zum Abschluss des 8.Spieltages die Chance die Tabellenführung zurück zu erobern. Da Mutterstadt zuvor Hochdorf besiegt hatte, würde ein Sieg der Lautrer beim Gegner aus dem Tabellenkeller die alleinige Spitzenposition für die MSG bedeuten. Personell konnte Trainer Damian Marzetz wieder aus dem Vollen schöpfen. Mit Justin Tacang feierte dabei auch ein Neuzugang sein Debut für die MSG Kaiserslautern.

Die erste Führung der Partie war den Hausherren überlassen, wurde aber im Handumdrehen von den Lautrern egalisiert und in kürzester Zeit in eine 1:4 Führung verwandelt. Von diesem Zeitpunkt an sollte die Führung bis zum Schusspfiff nicht mehr wechseln. Doch obwohl die MSG Offensive überzeugte und Tor um Tor warf, war die MSG Defensive nicht immer auf Höhe des Geschehens. Man konnte die gegnerischen Spieler zwar immer wieder zu technischen Fehlern provozieren, produzierte selber aber auch viele Leichtsinnsfehler in der Abwehr oder im Spielaufbau. Trotzdem war die Führung der Lautrer durch den hohen Vorsprung (6:10, 9:14, 12:18) niemals wirklich in Gefahr. Kurioses geschah dann in der 25. Minute: durch einen Fehler am Zeitnehmersystem ertönte für alle Beteiligten deutlich hörbar die Sirene und die Zeit wurde angehalten. Auch die MSG Defensive stellte die Arbeit auf Grund des deutlichen Signals in Erwartung eines Timeouts ein. Die Hausherren spielten jedoch weiter und erzielten einen Treffer. Nach kurzer Überlegung verweigerte der Schiedsrichter dem Treffer zwar die Anerkennung, entschied aber stattdessen auf 7-Meter für Lambsheim-Frankenthal. Diese Entscheidung stieß auf Seiten der MSG auf großes Unverständnis. Statt sie zu akzeptieren haderten die Lautrer Spieler von diesem Moment an jedoch unnötigerweise mit dem Schiedsrichter statt sich in erster Linie auf ihr eigenes Spiel zu konzentrieren. Auch die deutliche Trainerwarnung in der Halbzeitpause, beim Stand von 14:20, konnte die Spieler nicht beruhigen.

Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist schnell erzählt. Während die MSG-Offensive weiter produzierte, wurde in der Abwehr über weite Strecken nur mit halber Kraft gearbeitet. Zwar lief man weiterhin nie Gefahr die Führung abzugeben, versäumte es aber mehr für das eigene Torverhältnis zu tun. Damian Marzetz nutzte die Gelegenheit um allen mitgereisten Spielern Spielanteile zu geben und verschiedene Formationen zu testen. Unterm Strich stand ein 32:40 und die Wiedereroberung der Tabellenspitze. Trotz diesem Grund zur Freude merkte man den Spielern nach der Partie aber die Unzufriedenheit über die eigene Defensivleistung an. Als kleine Randnotiz bleibt außerdem festzuhalten, dass die MSG Kaiserslautern II durch diesen siebten Saisonsieg bereits drei Spieltage vor Ende der Hinrunde mehr Siege eingefahren hat als in der kompletten letzten Saison. Dies zeigt deutlich die Entwicklung, die die Mannschaft als Kollektiv genommen hat und hoffentlich auch in Zukunft weiter nehmen wird.

MSG Kaiserslautern II
Patrick Krüger (8), Kai Kübler (5), Kevin Merkel (5), Torben Fruth (5), Lars Unkel (5/2), Lucas Kohl (3), Sönke Schilling (3), Dennis Tsitak (3), Tobias Laubscher (1), Jonas Frey (1), Justin Tacang, Moritz Siefert, Patrick Webel (Tor), Dominik Forster (Tor)

MSG Lambsheim-Frankenthal
Wolfgang Barte (7/7), Pascal Theis (5), Sven Müller (5), Christian Schoch (4), Philipp Rößnick (4), Max Tartter (3), Max Knoll (2), Sebastian Kloster (1), Michael Christoph (1), Steffen Scheu, Daniel Becker, Philipp Reinhardt, Michael Kapp (Tor), Manfred Petry (Tor)

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